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Was ist ein Lombardkredit?

Ein Lombardkredit ist ein kurzfristiger Kredit, der durch Verpfändung gewährt wird. Vermögensobjekte dienen dabei als Sicherung. In den meisten Fällen vergibt die Deutsche Bundesbank Lombardkredite an Kreditinstitue.

 

Welche Vermögensobjekte werden für einen Lomardkredit verpfändet?

Der Lombardkredit ist ein kurzfristiger Bankkredit, der gegen Verpfändung beweglicher Vermögensobjekte gewährt wird. Derartige Vermögensobjekte sind beispielsweise Effekten, Wechsel, Edelmetalle und Waren. Immobilienkredite sind allerdings keine Lombardkredite. Der Kreditnehmer verpfändet eine Sache und bekommt dafür nicht den vollen Wert des Gegenstandes, sondern nur einen bestimmten Prozentsatz. Zum Beispiel bei Effekten bewegt sich der Lombardkredit meistens zwischen 50 und 75 Prozent des Kurswertes der verpfändeten Papiere. Es handelt sich um ein Darlehen, ein fester Betrag, der in einer Summe ausgezahlt wird. Die Sicherung erfolgt gegen Verpfändung. Die Laufzeit für einen solchen Kredit beträgt nur wenige Tage bis maximal drei Monate. Bei der häufigsten Form wollen Bankkunden ihre Wertpapiere nicht verkaufen, sie stellen diese als Sicherheit zur Verfügung. Verpfändung bedeutet, dass ein Pfandrecht besteht und ein zu verpfändender Gegenstand übergeben wird. Es wechselt der Besitzer, aber nicht der Eigentümer einer Sache. Es gibt verschiedene Formen des Lombardkredites: Effektlombardkredit, Wechsellombardkredit, Warenlombardkredit, Edelmetalllombardkredit und Forderungslombardkredit. Allerdings werden in der heutigen Bankpraxis Sicherheiten meist abgetreten und nicht verpfändet. Der Effektlombardkredit spielt in Deutschland die größte Rolle. Bei der Kreditvergabe der Kreditinstitute nimmt der Lombardkredit nur einen geringen Stellenwert ein. Wichtiger ist, dass die Deutsche Bundesbank Lombardkredite an Kreditinstitute zur kurzfristigen Versorgung mit Zentralbankgeld vergibt. Die Bundesbank bestimmt Höhe und Konditionen des Lombardsatzes. Es gibt eine Grenze, die Lombardlinie, bis zu der die Deutsche Bundesbank den Kreditinstituten Lombardkredite gewährt. Die Deutsche Bundesbank hat eine öffentliche Liste, in der alle beleihbaren Werte für einen solchen Kredit verzeichnet sind. Zunächst wird die Lombardfähigkeit überprüft. Als lombardfähig gelten zum Beispiel die Verpfändbarkeit von Wertpapieren und Schuldbuchforderungen, der Schatzwechsel des Bundes, festverzinsliche Wertpapiere und Schuldbuchforderungen des Bundes oder festverzinsliche Schatzanweisungen mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr. Gelegentlich wird keine Gewährung für Lombardkredite gegeben.